Probenbeginn im Sommersemester verschoben

Wegen der Corona-Pandemie hat die WWU Münster ihren Semesterstart auf den 20. April verschoben. Unser voraussichtlicher Probenbeginn ist daher erst am Mittwoch, 22. April (Stand 16. März). Aktuelle Informationen bietet die WWU hier.

Semesterkonzerte im Sommersemester2020

beethoven@250

Richard Wagner (1813-1883) 
»Die Meistersinger von Nürnberg« | Vorspiel zum dritten Aufzug (1868)

Jean Sibelius (1865-1957) 
Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47 (1903)

Ludwig van Beethoven (1770-1827) 
Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92 (1812)


Junges Sinfonieorchester an der WWU Münster
William Hagen | Violine
Bastian Heymel | Musikalische Leitung

Termine

Dienstag, 23. Juni 2020, 20:00 Uhr
Freitag, 26. Juni 2020, 20:00 Uhr

Ort

Aula am Aasee (Hörsaal SCH1), Scharnhorststraße 100 / Platz der Weißen Rose

Der Eintritt ist frei! Über Ihre freiwillige Spende freuen wir uns!

beethoven@250

Feurig und lebensbejahend ist sie, Ludwig van Beethovens 7. Sinfonie. Zum 250. Geburtstag des Komponisten steht das Werk im Mittelpunkt der kommenden Semesterkonzerte, flankiert von zwei Komponisten, deren Schaffen durch das große Vorbild Beethoven wesentlich geprägt ist.
Richard Wagner, der Beethoven als Revolutionär und Avantgardisten verehrte, stilisierte sich zum „Vollender“ der beethovenschen Kunst und erklärte das Musikdrama zum Ort der wahren Beethoven-Nachfolge. Im Entstehungsprozess seiner „Meistersinger“ zeigen sich starke Parallelen zu Beethoven, wenn Richard Wagner aus den zuvor gewählten Themen und Motiven konsequent das gesamte Werk entwickelt – ein Verfahren, das er von Beethoven übernommen hatte.
Das Violinkonzert von Jean Sibelius knüpft sowohl mit seiner Tonalität (d-Moll) als auch mit seiner düster-verhangenen Farbe nahtlos an das „Meistersinger“-Vorspiel zum 3. Aufzug an. Der Orchestersatz ist sehr dicht geschrieben, sinfonisch in der Anlage und steht dem Solisten gleichberechtigt gegenüber. Ein wilder „Danse macabre“ bildet den letzten Satz des Violinkonzerts und erinnert mit seiner fast manisch repetitiven Rhythmik an Sibelius‘ größtes Vorbild: an Ludwig van Beethoven, der in seiner 7. Sinfonie die Wiederholung eines kleinen Motivs auf die Spitze getrieben und zu einem orgiastischen Finale geführt hatte. Richard Wagner bezeichnete die 7. Sinfonie gar als „Apotheose des Tanzes“.

Als Solist im Violinkonzert von Sibelius steht mit dem Amerikaner William Hagen ein junger Künstler bereit, der sich spätestens durch seinen Erfolg bei der Queen Elizabeth Competition 2015 an die internationale Spitze der Violinisten katapultierte und seitdem mit zahlreichen bedeutenden Orchestern in Europa, den USA und Asien konzertierte. Zu den jüngsten Höhepunkten seiner beeindruckenden Karriere gehören Konzerte mit der San Francisco Symphony und dem Orchester des Hessischen Rundfunks (hr-Sinfonieorchester) unter Christoph Eschenbach, wo er mit dem Violinkonzert von Korngold einen großen Erfolg feierte. Im August 2020 wird William Hagen sein mit großer Spannung erwartetes Debüt beim Chicago Symphony Orchestra geben.
Im kammermusikalischen Bereich konzertierte William mit gewichtigen Interpreten wie Gidon Kremer, Tabea Zimmermann und Steven Isserlis. Seine Ausbildung erhielt er bei Robert Lipsett am Colburn Conservatory, bei Itzhak Perlman an der Juilliard School und bei Christian Tetzlaff an der Kronberg Academy.
Willam Hagen spielt eine „Arkwright Lady Rebecca Sylvan“ Stradivari von circa 1732, die ihm von der Rachel Barton Pine Foundation als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird.

Spiel mit!

Nach dem letzten Wintersemester mit Tschaikowskis 5. Sinfonie und Brahms' Konzert für Violine und Violoncello stehen beim Jusi auch im kommenden Sommersemester nicht weniger spannende, mitreißende und bekannte Werke mit Beethovens 7. Sinfonie und Sibelius' Konzert für Violine und Orchester auf dem Programm.
Du möchtest mitspielen? Nähere Infos gibt es hier.