Proben im Wintersemester 2022/23

Unsere Proben im Wintersemester finden immer mittwochs von
19:45 Uhr bis 22:15 Uhr in der Aula am Aasee, Scharnhorststraße 100 (Platz der Weißen Rose), 48151 Münster, statt.
Die erste Probe für das neue Semester ist am Mittwoch, dem 12. Oktober!

Neue Mitglieder sind herzlich willkommen und zum Mitspielen eingeladen.

 

Konzerte im Wintersemester 2022/23

NEBEL.SCHLEIER

 

JEAN SIBELIUS (1865-1957)
Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47

JOHANNES BRAHMS (1833-1897)
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

William Hagen | Violine
Junges Sinfonieorchester an der WWU Münster
Bastian Heymel | Musikalische Leitung

Samstag, 04. Februar 2023 | 20 Uhr
Sonntag, 05. Februar 2023 | 18 Uhr

Freie Waldorfschule | Rudolf-Steiner-Weg 11 | 48149 Münster

 

Der Eintritt ist frei! Über Ihre freiwillige Spende freuen wir uns!

Spiel mit!

Foto: Judith Kraft (WWU)

 

Im Wintersemester 2022/23 stehen mit der 2. Sinfonie von Johannes Brahms und dem Violinkonzert von Jean Sibelius wieder spannende, mitreißende und bekannte Werke auf dem Programm.
Du möchtest mitspielen? Nähere Infos gibt es hier.

 

NEBEL.SCHLEIER

Johannes Brahms versteckte seine Empfindungen oft hinter einem Schleier aus Ironie. So schrieb er einmal über seine 1877 am Wörthersee entstandene zweite Sinfonie, sie sei „heiter und lieblich“ wie die dortige Natur, ein anderes Mal hingegen bezeichnete er sie als „so melancholisch, dass Sie es nicht aushalten“. Denn die vermeintlich heitere Idylle, mit der die Sinfonie beginnt, entpuppt sich schon bald als Utopie: Posaunen und Pauken bilden bereits nach wenigen Takten den dunklen Gegenpol zur idyllischen Naturmetapher des Anfangs und stellen die pastorale Welt nachdrücklich infrage. Von gleißendem Licht durchflutete Passagen kontrastieren mit tief-schwarzen Abgründen – es scheint, als wolle Brahms diese Doppelperspektive, die auch für die anderen Sätze kennzeichnend ist, von Beginn an klarstellen. Aus einer kleinen Keimzelle von drei Tönen errichtet er durch motivische Abspaltungen und Umformungen ein grandioses Klanggemälde, das seinen krönenden Abschluss in der jubelnden Coda des Finales findet. Eine strömende, sinnliche Musik, der man ihre dichte Konstruktion nicht anhört.

Von einem fahlen Klangteppich der gedämpften Streicher getragen, wie aus dem Nebel steigend, eröffnet eine kristallklare Melodie der Solovioline das 1903 entstandene und 1905 am Ufer des nahe Helsinki gelegenen Tuusulanjärvi-Sees nochmals umgearbeitete Violinkonzert von Jean Sibelius. Die Eindrücke der finnischen Landschaft spiegeln sich ab der ersten Note wider – mit seiner weit ausschwingenden nordischen Melodik und seiner ganz individuellen, glasklaren Klangsprache zieht das Konzert unmittelbar in Bann. Bei aller Virtuosität steht der thematisch-motivierte Dialog mit dem Orchester im Vordergrund. Das Finale ist für den Solisten eine regelrechte Tour de Force, der elektrisierende Rhythmus mit seinen andauernden Paukenschlägen stellt höchste technische Ansprüche. Sibelius selbst bezeichnete den 3. Satz als „Danse macabre“.

Als Solist im Violinkonzert von Sibelius steht mit dem Amerikaner William Hagen ein junger Künstler bereit, der sich spätestens durch seinen Erfolg bei der Queen Elizabeth Competition 2015 an die internationale Spitze der Violinisten katapultierte und seitdem mit zahlreichen bedeutenden Orchestern in Europa, den USA und Asien konzertierte. Zu den jüngsten Höhepunkten seiner beeindruckenden Karriere gehören Konzerte mit dem Chicago Symphony Orchestra, dem Chamber Orchestra of Europe, der San Francisco Symphony und dem Orchester des Hessischen Rundfunks (hr-Sinfonieorchester) unter Christoph Eschenbach, wo er mit dem Violinkonzert von Korngold einen großen Erfolg feierte.

Im kammermusikalischen Bereich konzertierte William mit gewichtigen Interpreten wie Gidon Kremer, Tabea Zimmermann und Steven Isserlis. Seine Ausbildung erhielt er bei Robert Lipsett am Colburn Conservatory, bei Itzhak Perlman an der Juilliard School und bei Christian Tetzlaff an der Kronberg Academy.

Willam Hagen spielt eine „Arkwright Lady Rebecca Sylvan“ Stradivari von circa 1732, die ihm von der Rachel Barton Pine Foundation als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird.