Proben im Sommersemester 2022

Unsere Proben im Sommersemester finden immer mittwochs von
19:45 Uhr bis 22:15 Uhr in der Aula am Aasee, Scharnhorststraße 100 (Platz der Weißen Rose), 48151 Münster, statt.
Die erste Probe für das neue Semester ist am 23. März!

Neue Mitglieder sind herzlich willkommen und zum Mitspielen eingeladen.

 

Konzerte im Sommersemester 2022

einfach.magisch

 

SAMUEL BARBER (1910-1981)
Adagio für Streicher op. 11 (1936)

PHILIP GLASS (*1937)
Konzertfantasie für zwei Paukisten (2000)

GEORGE GERSHWIN (1898-1937)
Ein Amerikaner in Paris (1928)

MAURICE RAVEL (1875-1937)
Boléro (1928)

 

Junges Sinfonieorchester an der WWU Münster

Malte Höweler | Pauke
Guilherme Misina | Pauke
Bastian Heymel | Musikalische Leitung

Mittwoch, 15. Juni 2022 | 20 Uhr
Montag, 20. Juni 2022 | 20 Uhr
Freie Waldorfschule | Rudolf-Steiner-Weg 11 |48149 Münster
Der Eintritt ist frei. Über Ihre freiwillige Spende freuen wir uns!

Spiel mit!

Foto: Judith Kraft (WWU)

 

Nach dem letzten Konzert mit der Orgelsinfonie von Saint-Saëns, Richard Wagners Wesendonck-Liedern und seinem Vorspiel und Liebestod aus „Tristan und Isolde“ stehen beim JuSi auch im kommenden Sommersemester wieder spannende, mitreißende und bekannte Werke auf dem Programm.
Du möchtest mitspielen? Nähere Infos gibt es hier.

 

einfach.magisch

Auf dem Programm der Semesterkonzerte des Jungen Sinfonieorchesters stehen diesmal vier Werke überwiegend amerikanischer Komponisten, denen eines gemein ist: Rhythmik und Motivik der Stücke verweisen in ihrer radikalen Einfachheit auf die archaischen Wurzeln des Menschen, ihr furios-kompromissloser Ausdruck spiegelt sowohl höchste Lebensfreude wie tiefste Depression.

Der zeitgenössische Komponist Philip Glass, einer der wichtigsten Vertreter der Minimal Music, hat mit seiner „Konzertfantasie für zwei Paukisten und Orchester“ einen Gattungssolitär geschaffen, dessen archaische Rhythmen eine eindrucksvolle Symbiose mit der Ästhetik des Minimalismus eingehen und dem Gefühl für die Zeit höchsten Ausdruck verleihen. Einfachste musikalische Kleinstmotive (Pattern), angetrieben durch die unbändige Kraft von zwölf Pauken, erfahren durch ihre ständige Wiederholung eine packende atmosphärische Verdichtung, die gleich einem Naturereignis unmittelbar überwältigt.

Auch Maurice Ravels „Boléro“ wird von einer kleinen rhythmischen Zelle befeuert, die sich wie ein dichtes Netz über die gesamte Komposition spannt, ihr damit strukturelle Integrität verleiht und zugleich Motor für ein ungeheures Crescendo ist, dessen Höhepunkt erst nach fünfzehn Minuten erreicht ist und sich in einem so abrupten wie erlösenden Tonartenwechsel bahnbricht.

Samuel Barbers „Adagio für Streicher“, mit dem das Konzert eröffnet wird, stellt eine der bis heute herausragenden Kompositionen für Streichorchester dar. In seiner melodischen Einfachheit – einem Dreitonmotiv, welches wellenförmig auf einen gewaltigen Höhepunkt zusteuert – erklingt größte Melancholie, die nicht enden wollenden Wiederholungen gipfeln in einem Aufschrei, dem sich eine urplötzliche Stille anschließt, bevor das ursprüngliche Motiv, als wäre es in einer Zeitschleife gefangen, wieder von vorne seinen Lauf beginnt.

George Gershwins Orchestersuite „Ein Amerikaner in Paris” ist eine musikalische Zeitreise in das Paris der Zwanziger Jahre. Das Feuerwerk an orchestralen Farben ist hier Ausdruck purer Lebenslust, die rhythmische Energie, wiederum gespeist aus einer großen Schlagwerkbesetzung, ist von einer entfesselten Archaik, die ihresgleichen sucht.

Solisten an den Pauken in der Konzertfantasie von Philip Glass sind Malte Höweler und Guilherme Misina, beide sind Studierende in der Schlagzeugklasse von Prof. Stephan Froleyks und Prof. Armin Weigert an der Musikhochschule Münster.